O Centro Social Marista – CESMAR

Meine Arbeit ist der eigentliche Kern meines grossen Freiwilligendienstabenteuers. Das ganze Jahr ueber darf ich im CESMAR arbeiten, helfen, mitwirken, lernen. CESMAR ist ein riesiges Projekt.
Es liegt im Stadtteil Mário Quintana, hier in Porto Alegre, mit dem Bus 11min von meinem behueteten Zuhause. Den
onibus zum Projekt zu nehmen fuehlt sich an als durchkreuze man Welten. Auf halber Strecke, wenn der Bus die Hauptstrasse verlaesst, taucht man ploetzlich ein. Unter? Man taucht ein und sieht einen voellig gegensaetzlichen Teil der Stadt, verkommen und schmutzig. Muell findet sich am Strassenrand, ueberall blaettert Putz von den Hauswenden. Strassenhunde soweit das Auge reicht. Ein Mann der ohne Schuhe die Strasse ueberquert: keine Seltenheit. Kriminalitaet ist hier, wie in anderen Teilen der Stadt auch, an der Tagesordnung. Die Augen also offen halten, eine gute Idee. Das T-shirt vom Projekt, den Schriftzug „CESMAR“ tragen, noch besser. Und doch fuehle ich mich hier fast sicherer als in der Strasse in der ich wohne. Die Kinder -fast alle des Stadtteils besuchen das Projekt der Marista- kennen die Deutschen Freiwilligen, erzaehlen Zuhause von den Blonden mit den blauen Augen, tragen die Neuigkeiten in jedes Haus. Welchen Bus ich immer nehme und wo ich denn wohne, wurde ich gestern an der Haltestelle gefragt. Und die anderen, wo wohnen die? Anfangs ueberrascht antwortete ich. Dann verstand ich, die Menschen auf der Strasse kennen uns. Wir arbeiten fuer und mit ihren Kindern. Der Status eines educadores, fast wie ein Schutzfilm.

Ins Projekt kommen taeglich mehrere hundert Kinder. Spielen und lernen, treffen auf offene Ohren und helfende Haende.
Das Projekt, Ausgleich zur zweiten Haelfte des Tages nach Stunden in der Schule. Aber auch Beschaeftigung, die die Kinder von der Strasse fernhaelt. Zu vielschichtig, zu zahlreich die Angebote, als dass ich alles aufzaehlen koennte. Wo genau ich aber helfen werde, was meine Aufgaben sein werden, erfahre ich in ein zwei Wochen. Bis dahin tauche ich ein in jeden Bereich, lerne viele viele Kinder kennen,  die einen von der ersten Minute an
an die Hand
in den Arm genommen,
ins Herz geschlossen.
Bis dahin beobachte ich die Arbeit der vielen Educadoren, ihre Umgangsformen und Verhaltensweisen.

Mit Vorfreude erwarte ich die Zeit wenn ich endlich wirklich mithelfen kann, den Menschen die dort taeglich so einfaches und doch wundervolles vollbringen unter die Arme greifen und den vielen Kindern Freude bereiten kann. Nach so kurzer Zeit im Projekt fuehle ich mich herzlichst aufgenommen und akzeptiert. Die Atmosphere unter den Erziehern koennte nicht angenehmer,
die willkomende Umarmung nicht waermer sein. Das Gefuehl hier Teil einer ganz anderen und einzigartigen Familie werden zu koennen schleicht sich ein und macht sich breit.

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